Versetzungen erklärt
Inhaltsverzeichnis
- Grundgedanke des Schulsystems
- Versetzung (Klasse 6–9)
- Versetzung von Klasse 9 in 10
- B-Kurse und M-Kurse
- Förderschwerpunkt Lernen
- Flexible Schulausgangsphase
- Prüfungszulassung Klasse 10
- Wege nach der Schule
1. Grundgedanke
Das Schulsystem bietet verschiedene Wege zum Schulabschluss. Die Schule unterstützt dabei, den passenden Weg zu finden. Ziel ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler einen Abschluss erreicht.
2. Versetzung (Klasse 6–9)
Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenkonferenz über die Versetzung.
Grundregeln
- Maximal 2 Noten „mangelhaft“ (5)
- Für jede 5 ist ein Ausgleich notwendig
Wenn kein Ausgleich möglich ist:
→ Wiederholung der Klasse
Notenausgleich
- Note 5: Ausgleich durch mindestens 1× Note 3 oder besser
- Note 6: Ausgleich durch 1× Note 1 oder 2× Note 2
Deutsch, Mathematik und Englisch:
- Ausgleich nur untereinander möglich
Wichtige Konsequenz
- 1× Note 5 → 1 Ausgleich notwendig
- 2× Note 5 → 2 Ausgleiche notwendig
Besonders kritisch:
- 2× Note 5 in Hauptfächern → in der Regel kein ausreichender Ausgleich
3. Versetzung von Klasse 9 in 10
Für die Versetzung in Klasse 10 gelten besondere, klar festgelegte Regeln.
Voraussetzung
- Die erste Fremdsprache wurde durchgehend belegt
Fall 1: Unterricht auf Berufsreife-Niveau
Versetzung erfolgt, wenn:
- in diesen Fächern mindestens Note 3 („befriedigend“)
- in allen anderen Fächern mindestens Note 4 („ausreichend“)
Fall 2: Unterricht auf Mittlere-Reife-Niveau
Versetzung erfolgt, wenn:
- höchstens 1× Note 5 („mangelhaft“)
- diese Note muss ausgeglichen werden
Erweiterte Regel (wichtig)
Die Versetzung ist auch möglich, wenn:
- eine Note 4 im Berufsreife-Niveau
oder - eine Note 5 in einem anderen Fach
vorliegt und diese ausgeglichen wird
Ergebnis
- Versetzung in Klasse 10
- gleichzeitig Erwerb der Berufsreife
4. B-Kurse und M-Kurse
Ab Klasse 7 erfolgt Unterricht auf zwei Anspruchsebenen.
B-Kurs (Berufsreife)
- grundlegendes Niveau
- Ziel: Berufsreife
M-Kurs (Mittlere Reife)
- höheres Niveau
- Ziel: Mittlere Reife
Organisation
- ab Klasse 7: Mathematik, Englisch
- ab Klasse 8: zusätzlich Deutsch
- ab Klasse 9: zusätzlich ein naturwissenschaftliches Fach
Ein Wechsel zwischen den Kursen ist möglich, abhängig von den Leistungen.
5. Förderschwerpunkt Lernen
Einige Schülerinnen und Schüler benötigen mehr Unterstützung beim Lernen.
Das bedeutet:
- angepasster Unterricht
- individuelle Förderung
- zusätzliche Unterstützung
Der Unterricht kann an der Regelschule oder an einer Förderschule stattfinden. Ziel ist eine grundlegende Bildung und möglichst der Erwerb der Berufsreife über die flexible Schulausgangsphase.
6. Flexible Schulausgangsphase
Die Flexible Schulausgangsphase ist ein besonderer Bildungsweg, wenn der Schulabschluss gefährdet ist.
Ziel
- Erwerb der Berufsreife
- Vorbereitung auf eine Ausbildung
Voraussetzungen
- Schulabschluss ist gefährdet
- zusätzlicher Förderbedarf
- Zustimmung der Eltern
- Entscheidung durch die Schule
Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.
Praxisorientierte Berufsreife
- ca. 3 Tage Unterricht pro Woche
- ca. 2 Tage Praktikum pro Woche
Das Praktikum ist langfristig angelegt und findet in einem festen Betrieb statt. Schule und Praxis werden miteinander verbunden. Ziel ist der Erwerb der Berufsreife.
Freiwilliges 10. Schuljahr
- zusätzliches Schuljahr nach Klasse 9
- gezielte Unterstützung
- in der Regel an einer Förderschule
Ziel ist ebenfalls der Erwerb der Berufsreife.
7. Prüfungszulassung Klasse 10
Am Ende der Klasse 10 wird zuerst entschieden, ob eine Schülerin oder ein Schüler zur Prüfung zugelassen wird. Danach geht es um den Abschluss.
Zulassung zur Prüfung
Zur Prüfung wird zugelassen, wenn:
- alle Leistungen mindestens ausreichend (Note 4) sind
oder
- höchstens 2× Note 5 („mangelhaft“) - davon nur einmal im Hauptfach
- diese müssen ausgeglichen werden
Abschluss (Mittlere Reife)
Der Abschluss wird erreicht, wenn:
- alle Leistungen mindestens ausreichend (Note 4) sind
oder
- höchstens 1× Note 5
- diese muss ausgeglichen werden
8. Wege nach der Schule