Versetzungen erklärt

Inhaltsverzeichnis

  1. Versetzung (Klasse 5–9)
  2. Versetzung von Klasse 9 in 10
  3. B-Kurse und M-Kurse
  4. Förderschwerpunkt Lernen
  5. Flexible Schulausgangsphase
  6. Grundgedanke des Schulsystems

 

1. Versetzung (Klasse 5–9)

Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenkonferenz über die Versetzung.

Grundregeln:

  • Maximal 2 Noten „mangelhaft“ (5)
  • Für jede 5 ist ein Ausgleich notwendig

Wenn kein Ausgleich möglich ist:
→ Wiederholung der Klasse

 

Notenausgleich:

Note 5 ausgleichen

  • mindestens 1× Note 3 („befriedigend“) oder besser

Note 6 ausgleichen

  • 1× Note 1 („sehr gut“)
    oder
  • 2× Note 2 („gut“)

 

Hauptfächer-Regel:

Deutsch, Mathematik, Englisch:

  • dürfen nur untereinander ausgeglichen werden

 

Konsequenz:

  • 1× Note 5 → 1 Ausgleich nötig
  • 2× Note 5 → 2 Ausgleiche nötig

Besonders kritisch:

  • 2× Note 5 in Hauptfächern

 

2. Versetzung von Klasse 9 in 10

Hier wird entschieden, auf welchem Niveau weitergelernt wird.

Voraussetzung:

  • Die erste Fremdsprache wurde durchgehend belegt

 

Berufsreife-Niveau:

Versetzung, wenn:

  • mindestens Note 3 („befriedigend“) in den entsprechenden Fächern
  • sonst mindestens Note 4 („ausreichend“)

 

Mittlere Reife-Niveau:

Versetzung, wenn:

  • höchstens 1× Note 5
  • diese Note muss ausgeglichen werden

 

Sonderregel:

Versetzung ist auch möglich, wenn:

  • eine schwächere Note vorliegt
  • diese aber ausgeglichen wird

 

Ergebnis:

  • Versetzung in Klasse 10
  • gleichzeitig: Abschluss Berufsreife

 

3. B-Kurse und M-Kurse

Ab Klasse 7 erfolgt Unterricht auf zwei Anspruchsebenen.

B-Kurs (Berufsreife):

  • grundlegendes Niveau
  • Ziel: Berufsreife (Klasse 9)

M-Kurs (Mittlere Reife):

  • höheres Niveau
  • Ziel: Mittlere Reife (Klasse 10)

 

Differenzierung:

  • ab Klasse 7: Mathematik, Englisch
  • ab Klasse 8: zusätzlich Deutsch
  • ab Klasse 9: zusätzlich ein naturwissenschaftliches Fach

 

Wechsel:

Ein Wechsel zwischen den Kursen ist möglich, abhängig von den Leistungen.

 

4. Förderschwerpunkt Lernen

Bedeutung:

Schülerinnen und Schüler haben erhöhten Unterstützungsbedarf beim Lernen.

 

Maßnahmen:

  • angepasster Unterricht
  • individuelle Förderung
  • Förderpläne

 

Unterrichtsorte:

  • Regelschule (inklusiv)
  • oder Förderschule Lernen

 

Ziel:

Grundlegende Bildung und möglichst Erwerb der Berufsreife.

 

5. Flexible Schulausgangsphase

Ziel:

  • Erwerb der Berufsreife
  • Vorbereitung auf Ausbildung

 

Voraussetzungen:

  • Schulabschluss ist gefährdet
  • zusätzlicher Förderbedarf
  • Interesse am praktischen Lernen
  • Zustimmung der Eltern
  • Entscheidung durch die Schule

Kein Anspruch auf Aufnahme.

 

Praxisorientierte Berufsreife

Struktur:

  • ca. 3 Tage Unterricht pro Woche
  • ca. 2 Tage Praktikum pro Woche

 

Merkmale:

  • langfristiges Praktikum
  • fester Betrieb
  • Verbindung von Theorie und Praxis

 

Freiwilliges 10. Schuljahr:

  • zusätzliches Schuljahr nach Klasse 9
  • gezielte Unterstützung
  • an Förderschule

Ziel: Erwerb der Berufsreife

 

6. Grundgedanke

Das Schulsystem bietet verschiedene Wege zum Schulabschluss.
Die Schule unterstützt dabei, den passenden Weg zu finden.

Ziel ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler einen Abschluss erreicht.

 

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